Exchange-Spamfilter ignoriert Benutzerdefinierte Einträge
Montag, den 12. November 2007Der Intelligente Nachrichten Filter (Intelligent Message Filter, IMF) ist seit dem Service Pack 2 in Exchange 2003 integriert. In dem Installationsverzeichnis von Exchange 2003 befinden sich unter dem Pfad „bin” -> „MSCFv2” die Dateien des Filters. Hier kann vom Administrator eine XML-Datei angelegt werden, die durch ihre Einträge die Filterung der E-Mails beeinflusst.
Die Berechnung des SCLs (Spam Confidence Level), anhand dessen der IMF E-Mails als Spam einordnet, kann so gezielt für Betreffzeilen oder Schlagworte in der E-Mail heraufgesetzt oder heruntergestuft werden.
Ein bekanntes Problem des IMF tritt bei der Aktualisierung auf. Die oben erwähnt XML-Datei namens „MSExchange.UceContentFilter.XML” wird gewöhnlich direkt unter „bin” -> „MSCFv2” angelegt. Nach einem Update der Filterregeln, z.B. durch die automatischen Updates von Microsoft, wird allerdings ein Unterordner mit der jeweiligen Versionsnummer als Namen angelegt. Die aktuellen Dateien befinden sich nun in diesem Ordner, die XML-Datei mit den benutzerdefinierten Einträgen wird allerdings nicht automatisch hineinkopiert und fortan einfach ignoriert.
Damit die „MSExchange.UceContentFilter.XML” wieder vom IMF bearbeitet wird, muss sie nach jedem Update in das Verzeichnis unterhalb von „bin” -> „MSCFv2” mit der höchsten Versionsnummer kopiert werden.
Wenn ich es nicht in unserem eigenen Netzwerk erlebt hätte, würde ich es auch nicht glauben…

Ist es Unlocker nicht möglich, das Löschen der Datei zu ermöglichen, bietet das Programm an, die Datei beim Neustart des Computers zu entfernen.
