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Archiv der Kategorie ‘Troubleshooting‘

Fenster außerhalb des Sichtbereichs: So bekommen Sie Ihre Daten wieder auf den Bildschirm

Freitag, den 18. April 2008

Wie kann man ein Fenster verschieben, das sich außerhalb des sichtbaren Bildschirmbereichs befindet? Besonders Besitzer von Notebooks werden dieses Problem nachvollziehen können, wegen dem mich heute eine Leserin angeschrieben hat.

Wenn Sie auf Ihrem Laptop öfter die Auflösung variieren, an zwei Bildschirmen arbeiten oder Projektoren anschließen, dann kennen Sie das Phänomen von Fenstern, die sich ganz oder teilweise außerhalb Ihrer Sichtweite befinden.

Wenn Sie das Fenster über die Taskleiste minimieren und maximieren, sehen Sie es sogar Auftauchen und verschwinden. Nur ist die Fensterleiste zum Verschieben leider immer außerhalb Ihres Sichtbereichs. Irgendwie fühlt man sich dabei vom Computer verspottet, oder geht es Ihnen da anders? ;-)

Um dieses Versteckspiel zu beenden, gibt es einen einfachen Trick:

Wählen Sie in der Taskleiste das Fenster mit der rechten Maustaste aus und klicken Sie auf “Wiederherstellen”, sofern die Option nicht ausgegraut ist. Wenn das Fenster im unsichtbaren Bereich maximiert war, haben Sie dies nun geändert. Das Fenster kann verschoben werden.

Klicken Sie ebenfalls über das Menü der rechten Maustaste in der Taskleiste “Verschieben” für das Fenster an. Nutzen Sie jetzt die Pfeiltaten Ihrer Tastatur, um das Fenster in den Sichtbereich zu bekommen.

Das Menü des Fensters öffnen Sie übrigens ebenfalls über die Tastenkombination [Alt] + [Leertaste].  Wählen Sie danach die Taste [W] für “Wiederherstellen” oder [V] für “Verschieben”.

Finden Sie alle aktiven Netzwerkgeräte mit dem MAC Scanner

Dienstag, den 15. April 2008

Heute bin ich von einem Kollegen gefragt worden, wie er sich in einem unbekannten Netzwerk schnell eine Übersicht über die Computer verschaffen kann, die aktuell aktiv sind. Ich habe ihm den MAC Scanner von Colasoft gezeigt, den ich für solche Fälle auf meinem Notebook installiert habe.

Hiermit bekommen Sie eine Liste von Hostnamen, Herstellern, IP- und MAC-Adressen der aktuell aktiven Netzwerkgeräte.

MAC Scanner

Nachdem Sie ein Subnetz ausgewählt haben, testet das Programm einfach alle IP-Adressen in diesem Subnetz der Reihe nach über ARP-Anfragen. Ist ein Gerät (sei es nun ein Drucker, Switch oder PC oder sonst ein Netzwerkgerät) mit der entsprechenden IP-Adresse erreichbar, wird es in der Ergebnisliste hinzugefügt.

Das Programm verfügt übrigens auch über eine Exportfunktion in Text- oder CSV-Dateien. Hierdurch erstellen Sie schnell eine Liste für die Weiterbearbeitung in Excel.

In kleineren Unternehmen habe ich das Tool bereits mehrfach erfolgreich eingesetzt, um vor einem Serverneustart festzustellen, welche Systeme noch online sind. Das schont die Turnschuhe ;-)

Erkundigen Sie sich allerdings vor dem Einsatz, ob ein Intrusion Detection System (IDS) das Netzwerk überwacht. Eine solche Häufung an ARP-Anfragen kann hier schnell zu einem Alarm führen.

Microsoft veröffentlicht umfangreiche Dokumentation: Offene Schnittstellen für Entwickler, besserer Durchblick für Admins

Mittwoch, den 9. April 2008

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie die “Black-Box Exchange” funktioniert oder musste Sie die Kommunikation Ihres Windows-Servers, nachvollziehen?

Microsoft hat nun eine umfassende Dokumentation der Protokolle des Windows Servers, Office, Sharepoint, Exchange und der Extensible Application Markup Language offengelegt. Primär ist dieses Angebot für Entwickler gedacht, die durch die Kenntnis der Protokolle nun erheblich besser die Schnittstellen der Microsoft-Lösung nutzen können.

Aber auch Sie als Administrator profitieren von diesem Wissen. Durch die Kenntnis der Protokolle ist es Ihnen nun möglich, den Netzwerkverkehr besser zu verstehen und z.B. Fehler zu finden oder über Application Layer-Firewalls, wie den Internet Security and Acceleration Server (ISA Server), gezielt Filter und Regeln für die Kommunikation zu implementieren.

Die Dokumentation ist sehr umfangreich und alles andere als eine leichte Bettlektüre. Vielleicht haben Sie ja aber schon Anforderungen auf dem Tisch liegen, die Sie bisher nur Umständlich oder gar nicht lösen konnten.

Mein Tipp: Auch wenn Sie jetzt noch keinen direkten Nutzen sehen, behalten Sie die Dokumentation auf jeden Fall im Hinterkopf.

Ich persönlich sehe das Ganze als ein praktisches Nachschlagewerk an. Genau wie Sie z.B. die einzelnen Bestandteile des IPSec-Protokolls für die Implementierung in Ihrem Netzwerk nachlesen können, haben Sie nun auch die Möglichkeit, der Netzwerkkommunikation Ihres Exchange-Servers genau auf den Zahn zu fühlen.

Dokumentation der Exchange-Protokolle

Im Dokument “[MS-OXCSPAM].pdf” der des Exchange-Servers finden Sie beispielsweise detaillierte Beschreibungen zu den Spam-Verarbeitungsmechanismen in Exchange.

Beachten Sie aber bitte, dass es sich bei den Dokumenten noch nicht um die finale Version handelt.

Windows Server 2003-/2008-Kompatibilität: So sichern Sie Ihre Entscheidung ab

Montag, den 7. April 2008

Wollen Sie auf den neuen Windows Server 2008 wechseln? Oder einfach eine neuen Software auf Ihrem Windows Server 2003 installieren?

Ganz gleich welchen Windows Server Sie nutzen, für Ihre Produktivumgebung brauchen Sie die maximale Stabilität. Dies erreichen Sie nur mit Produkten, die für den Betrieb unter dem jeweiligen Server ausgiebig getestet sind. Denn nur wenn die Kompatibilität der Soft- und Hardware mit dem Windows Server 2003 oder 2008 überprüft und bestätigt wurde, können Sie die Komponenten auch bei hohen Stabilitätsanforderungen einsetzen.

Damit Sie nicht die Internetseiten und Dokumentationen aller Hersteller Ihrer Hard- und Software mühevoll abklappern müssen, habe ich einen Tipp für Sie: Auf der Seite http://www.windowsservercatalog.com/ führt Microsoft die Software und Hardware auf, die für Windows Server zertifiziert ist.

Soft- und Hardwarekompatibilitaet

Hier finden Sie entweder gezielt heraus, ob ein bestimmtes Produkt für Ihren Server zertifiziert ist oder Sie suchen z.B. nach allen Produkten, die bereits für den Windows Server 2008 zertifiziert sind.

Mit der Nutzung von offiziell durch Microsoft zugelassenen Produkten, die ausgiebig unter dem jeweiligen Betriebssystem getestet wurden, sichern Sie Ihre Entscheidung für ein Produkt oder eine Serverumstellung zusätzlich ab und bekommen im Ernstfall Unterstützung von dem jeweiligen Hersteller und Microsoft.

Kostenloser Microsoft-Support bei der Installation von Vista SP1: Für mich eine große Enttäuschung

Dienstag, den 1. April 2008

Mein Support-Test bei Microsoft, mit dem ich die kostenlose Unterstützung bei Problemen in Verbindung mit der Installation von Service Pack 1 unter Windows Vista testen wollte, hat mich schwer enttäuscht.

Zwar habe ich, wie versprochen, innerhalb von 8 Arbeitsstunden eine Antwort erhalten (wenn ich davon ausgehe, dass der Microsoft-Support ab 08:30 arbeitet), jedoch handelte es sich nur um eine automatisch erzeugte E-Mail:

Sehr geehrter Herr Schwarze,

vielen Dank fuer Ihre Anfrage, die wir unter der Bearbeitungsnummer […] aufgenommen haben.

Wir werden schnellstmoeglich mit Ihnen weiteren Kontakt aufnehmen.

Mit freundlichen Gruessen

Microsoft Product Support Services

Danach kam bisher keine weitere Reaktion. Schade, wie ich finde. :-(

Falls Sie auch Erfahrungen mit dem Angebot von Microsoft gemacht haben (hoffentlich bessere), teilen Sie mir diese bitte mit. Mich würde wirklich interessieren, ob sich hinter der Aktion nur ein Marketing-Gag verbirgt, oder der Support einfach mit der großen Anzahl der Anfragen überlastet ist.

Mich wundert, dass Microsoft in der automatischen Antwort nicht auf eine Seite mit Lösungen für Standardprobleme hinweist und so wenigstens dem Kunden Unterstützung dabei gibt, sich selber mit der Problemlösung zu beschäftigen.

Eins ist klar: Bei richtigen Supportanfragen werden die Kunden nicht so geduldig sein, sondern ihrem Supportfall über die Telefon-Hotline Nachdruck verleihen.

Microsoft kapituliert und deaktiviert SNP: Das Scalable Network Pack bringt zu viele Probleme in die Windows-Netzwerke

Montag, den 31. März 2008

Das Scalable Network Pack (SNP) sollte eigentlich die Netzwerk-Funktionalitäten von Windows Servern deutlich beschleunigen, indem die CPU durch die Netzwerkkarte entlastet wird. Ab dem Service Pack 2 für Windows Server 2003 ist diese Funktion integriert, lässt sich aber für 2003 Server mit Service Pack 1 nachrüsten.

Administratoren brachte diese Funktion fataler Weise jede Menge Arbeit, denn wie sich im Nachhinein herausstellte, war sie die Quelle zahlreicher plötzlich auftauchender Netzwerkfehler. Durch Netzwerkkarten-Treiber, die nicht auf dem neuesten Stand sind, gibt es häufig Probleme mit SNP. Die Folge sind unerklärliche Netzwerkfehler, bei denen z.B. Authentifizierungsprobleme, Verbindungsfehler beim Aufbau von Remote Desktop-Verbindungen und DHCP-Störungen auftreten. Die Quelle ist nur schwer auszumachen.

Besonders Netzwerkkarten des Herstellers Broadcom, unter anderem das Modell NetXtreme, sorgen für zahlreiche Probleme im Netzwerk, wenn die Treiber nicht auf dem neuesten Stand sind. Dies ist besonders ärgerlich, da viele Mainboards im Serverbereich mit Broadcom-Netzwerkkarten bestückt sind.

Nur durch einen Workaround konnten Administratoren bisher das SNP, wenn es erst einmal als Fehlerquelle ausgemacht war, entweder im Netzwerkkartentreiber oder in der Windows-Registrierung deaktivieren.

Scalable Network Pack

Als Konsequenz aus den Problemen hat Microsoft im Windows Server 2008 die SNP-Funktionalitäten bereits von Haus aus deaktiviert. Mit einem neuen Update geschieht diese Deaktivierung nun auch für den Windows Server 2003.

Mit dieser Problematik habe ich selber ärgerliche Erfahrungen gemacht und kann nur allen Administratoren von Windows 2003 Servern mit Service Pack 2 raten, dieses Update einzuspielen.

Kostenloser Support-Segen von Microsoft: Wie Sie noch heute persönliche Beratung bei Problemen mit Service Pack 1 erhalten

Donnerstag, den 27. März 2008

“Da ist jemand fest entschlossen, die Benutzer alle auf Service Pack 1 zu bringen.”, sagte heute Mittag ein Kollege zu mir. Gemeint war das neue Angebot von Microsoft: Für Installationsprobleme mit dem aktuellen Service Pack 1 unter Windows Vista können Sie ab sofort kostenlos den Support von Microsoft nutzen:

Gratis Support für SP1

Das Angebot ist bis zum 18.03.2009 gültig. Anfragen per E-Mail kann jeder Stellen, die Reaktion (also zumindest eine Antwort mit Standardlösungen) erhalten Sie spätestens am nächsten Arbeitstag.

Vergessen Sie nicht, bei der Support-Anfrage in dem Drop-Down-Menü am unteren Rand des Formulars “Windows Vista” auszuwählen, damit Ihre Anfrage auch sofort richtig (zu den kostenlosen Anfragen) zugeordnet werden kann. Im zweiten Schritt geben Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse und optional Ihre Telefonnummer an. Schon ist die Supportanfrage gestartet.

Vista SP1 Supportformular

Natürlich wollte ich dieses Angebot sofort für Sie testen. Ich habe deshalb heute um 22:00 Uhr eine Supportanfrage gestellt. Innerhalb weniger Minuten gab es eine automatische Rückmeldung per E-Mail, in der mir eine Antwort innerhalb von 8 Geschäftsstunden garantiert wird:

==============================BESTÄTIGUNG

==============================

Ihre Supportanfrage wurde erfolgreich an Microsoft gesandt.
Ein Microsoft Supportmitarbeiter wird sichinnerhalb der vereinbarten
Zeit mit Ihnen in Verbindung setzen.

==============================

ANFRAGE DETAILS

==============================

[...]

Schweregrad: Schweregrad C (niedrig)

[...]

Antwort innerhalb von: Innerhalb von acht Geschäftsstunden

==============================

Ich bin gespannt auf die Antwort :-)

Maximale Sitzungen für Remote Desktop-Verbindungen erreicht

Donnerstag, den 24. Januar 2008

Die Anzahl der maximal möglichen Remote Desktop-Verbindungen ist limitiert. Beim Small Business Server 2003, den einer unserer Leser einsetzt, liegt das Limit bei zwei Verbindungen. Sind diese Verbindungen nicht sauber getrennt worden, ist der Zugriff auf den Server per Remote Desktop nicht möglich.

In diesem Fall hilft ein anderer Server des Netzwerks weiter oder alternativ ein Client mit installiertem Admin Pack. Unter „Verwaltung” -> „Terminaldiensteverwaltung” können nun die bestehenden Verbindungen des Servers eingesehen und getrennt werden.

Allerdings kann es zu bösen Anrufen führen, wenn man ohne Rückfrage die Sitzungen anderer Administratoren beendet :-)

Wenn lokale Administratoren verschwinden…

Montag, den 10. Dezember 2007

Ein mysteriöses Problem beschäftigte einen unserer Leser in der letzten Woche. Er hat als Administrator eine vorhandene Windows-Domäne übernommen und ein Problem bei der Einrichtung von lokalen Administratoren auf den Clients: Nach einem Neustart waren die hinzugefügten Benutzer wieder aus der Gruppe der lokalen Administratoren verschwunden.

Für die Rechtevergabe gibt es in Windows-Domänen eine nützliche Hilfe: Die Gruppenrichtlinie „Eingeschränkte Gruppen” unter „Computerkonfiguration” -> „Windows-Einstellungen” -> „Sicherheitseinstellungen”. Hiermit lassen sich auf den Domänen-Computern Mitglieder zu den lokalen Benutzergruppen hinzufügen. Wird ein Domänen-Benutzerkonto nicht über diese Richtlinie gezielt in eine lokale Gruppe aufgenommen, ist sie automatisch nur Mitglied der Gruppe „Benutzer”.

Der Haken an der Sache folgt auf dem Fuße: Die Benutzerkonten, die in der Gruppenrichtlinie definiert werden, ergänzen die Mitglieder der lokalen Gruppen der Computer nicht, sie ersetzen sie. Hier fand sich auch die Ursache für das Problem unseres Lesers: Die lokalen Administratoren waren über die eingeschränkten Gruppen definiert. Alle lokal hinzugefügten Mitglieder der Gruppe wurden hierdurch wieder entfernt, sobald die Gruppenrichtlinie angewendet wurde (z.B. durch einen Neustart oder in den Standardeinstellungen nach ca. 90 Minuten).

Bei der Benutzung dieser Richtlinie sollte man übrigens immer darauf achten, seinen Domänenadministratoren nicht die lokalen Administrationsrechte auf den Clients zu entziehen ;-)

Neue Netzwerkkarte für den Server

Dienstag, den 27. November 2007

Ein Leser wollte am Wochenende die fehlerhafte On-Board-Netzwerkkarte seines Servers gegen eine neue 1 GBit Netzwerkkarte tauschen. Ohne Ausfallzeit ist dies leider nicht zu realisieren, alleine schon weil die Netzwerkkarte eingebaut werden muss.

Die Erfahrung zeigt zudem, dass Server möglichst wieder die gleiche IP-Adresse bekommen sollten. Natürlich lassen sich DNS-Einträge schnell ändern, allerdings gibt es immer wieder Situationen, in denen die IP-Adresse anstelle des DNS-Namens eingetragen wird.

Die folgenden Schritte sind bei einem solchem Umbau ratsam:

  1. Einbau und Installation der neuen Netzwerkkarte (vergewissern, dass sie funktioniert)
  2. Entfernen der statischen IP-Adresse an der alten Netzwerkkarte
  3. Deaktivieren der alten Netzwerkverbindung
  4. Statische IP-Adresse für die neue Netzwerkkarte eintragen
  5. Deinstallation der alten Netzwerkkarte über den Gerätemanager
  6. Serverneustart, im BIOS direkt die On-Board-Netzwerkkarte deaktivieren

Funktioniert Ihre ursprüngliche Netzwerkkarte fehlerfrei und Sie wollen sie zur Sicherheit betriebsbereit halten, genügt es, die Netzwerkverbindung zu deaktivieren. Eine Deinstallation ist dann nicht notwendig.

In Bereichen, wo MAC-Adressen-Filter z.B. im Serverswitch implementiert sind, sollte zudem auch diese Konfiguration an die Hardwareadresse der neuen Netzwerkkarte angepasst werden ;-)



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