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Archiv der Kategorie ‘Client-Konfiguration‘

Windows XP Service Pack 3 kommt über die automatischen Updates: So verhindern Sie die ungewollte Installation

Donnerstag, den 10. Juli 2008

Das Service Pack 3 für Windows XP  wird ab heute über die automatischen Updates verteilt.

Mittlerweile hat Microsoft zwar die meisten Probleme hiermit behoben, jedoch berichten einzelne Leser immer noch, dass sie das Service Pack aufgrund von Problemen wieder deinstalliert haben.

Mit dem Service Pack Blocker Tool Kit verhindern Sie die Installation des Service Packs sowohl in Domänenumgebungen, als auch auf Ihrem einzelnen Rechner, auch ohne Windows Server Update Services (WSUS) oder andere Zusatzsoftware.

Falls Sie Service Pack 3 einsetzen, beachten Sie auch die Änderungen bei der Nutzung des Remote Desktop-Clients, zu dem unsere Redaktion immer noch vereinzelt Rückfragen bekommt.

Neuer Schalter im Remote Desktop Client: So öffnen Sie ab sofort die Konsolensitzung

Mittwoch, den 18. Juni 2008

Nach der Installation des aktuellen Remote Desktop Clients klagen unsere Leser häufig darüber, dass sie nicht mehr die Möglichkeit haben, über den Schalter “/console” die Konsolensitzung eines Rechners zu öffnen.

In den bisherigen Versionen des Remote Desktop Clients diente der Schalter “/console” dazu, sich mit der Konsolensitzung des entfernten Rechners zu verbinden, anstatt eine weitere Sitzung zu öffnen.

Die allgemeine Verwirrung ist kein Wunder, denn Microsoft hat einfach den Namen des Parameters geändert, jedoch die Hilfedateien nicht entsprechend aktualisiert. Über die Taste [F1] suchen Sie vergeblich nach Hilfe. Die veralteten Informationen nennen Ihnen weiterhin den Schalter “/console” für das Öffnen einer Konsolensitzung.

Hilfe des Terminal Services-Clients mit /console anstatt /admin

Microsoft hat den Schalter „/console“ bei der neuen Version des Remote Desktop Clients umbenannt. Sie müssen nun den Parameter „/admin“ nutzen. Der neue Client (aktuelle Version ist 6.1) ist in Windows Vista und ins Service Pack 3 von Windows XP integriert. Sie können Ihn aber ebenso separat über Microsofts Download-Portal herunterladen.

Übrigens: Mit “Start” -> “Ausführen” -> “mstsc /?” bekommen Sie die möglichen Parameter angezeigt. Diese Auflistung kommt direkt aus dem Programm und ist unabhängig von den Informationen in der Hilfe. Hier finden Sie auch den richtigen Schalter für die Konsolensitzung.

 mstsc-Hilfe

Falsche Verknüpfungen verhindern: So schalten Sie die automatische Zielsuche für Verknüpfungen unter Windows ab

Freitag, den 13. Juni 2008

Gestern hat ein Leser mir über ein seltsames Phänomen berichtet: In seinem Unternehmen zeigen manchmal auf einigen Clientrechnern Verknüpfungen plötzlich aus ungeklärten Gründen auf eine andere Version der Datei auf einem Server liegenden Zieldatei der Verknüpfung. Die Benutzer hatten das Ziel der Verknüpfung jedoch angeblich nicht manuell geändert.

Das Problem lag hierbei darin, dass Windows automatisch versucht, das Ziel zu einer Verknüpfung zu finden, wenn die Datei nicht zur Verfügung steht. Hier gilt wirklich der altbekannte Spruch: “It’s not a bug, it’s a feature”. Das Verhalten ist vollkommen beabsichtigt. Die Verknüpfungen sollen damit automatisch repariert werden, wenn die Zieldatei verschoben wurde.

Bedacht ist bei dieser Funktion jedoch nicht, dass auch vollkommen identische Dateien nicht unbedingt die gleiche Bedeutung haben müssen. Als ich selber vor knapp über einem Jahr mit Problem konfrontiert war, öffnte sich auf einigen Clients in einem Unternehmen eines Tages die Testumgebung des ERP-Systems (Enterprise Resource Planning) anstelle des Produktivsystems. Die Datei zum Starten der Testumgebung war in diesem Fall 1 zu 1 identisch mit der Startdatei für das Produktivsystem. Allerdings teilte dem Programm eine Konfigurationsdatei im Installationsverzeichnis die Datenquelle (entweder Test- oder Produktivdatenbank) mit. 

Das Problem tritt entweder auf, wenn die Zieldatei einer Verknüpfung kurzzeitig nicht erreichbar ist (z.B. bei einer Netzwerkunterbrechung, wenn die Zieldatei auf einem Server liegt), oder wenn die Zieldatei der Verknüpfung verschoben oder gelöscht wurde.

Selbstverständlich können Sie die automatische Suche nach dem Verknüpfungsziel unter Windows deaktivieren. Hierzu nutzen Sie in der Registrierung den Schlüssel “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\ CurrentVersion\Policies\Explorer\”, unter dem Sie einen DWORD-Wert namens “NoResolveSearch” erstellen. Geben Sie diesem anschließend den Wert “1″.

Der große Haken daran: Die Einstellung muss für jeden Benutzer auf jedem Rechner vorgenommen werden, auf dem er arbeitet. Sie sollten den Eintrag also entweder durch ein Script oder mit einer selbsterstellten administrativen Vorlage über die Gruppenrichtlinien setzen.

Sysinternals Live: Nutzen Sie die bewährten Tools direkt über das Internet

Dienstag, den 3. Juni 2008

Sicherlich kennen Sie bereits einige der zahlreichen Tools von Sysinternals, das mittlerweile zu Microsoft gehört. Aber kennen Sie auch Sysinternals Live? Das neue Projekt, das sich noch in der Beta-Phase befindet, ist unter http://live.sysinternals.com/ für Sie erreichbar.

Was zunächst nur wie eine chaotische Auflistung der Tools von Sysinternals wirkt, ist für Sie als Administrator auf den zweiten Blick eine absolut nützliche Arbeitshilfe. Da die Tools keine Installation benötigen, können Sie auf jedem beliebigen PC mit Internetanbindung sofort die aktuelle Version der Programme verwenden.

Noch hilfreicher als der Zugriff über den Browser erweist sich die Möglichkeit, dass Sie sich unter “Start” -> “Ausführen” per \\live.sysinternals.com\tools\ das Verzeichnis anzeigen lassen und z.B. per \\live.sysinternals.com\tools\procexp.exe direkt den Process Explorer starten können. Beim ersten Aufruf müssen Sie sich hier aber leider ein Wenig gedulden.

In der Eingabeaufforderung ist es Ihnen zudem möglich, das Verzeichnis mit den Tools von Sysinternals zu mappe, z.B. als Laufwerk “S:”: net use S: \\live.sysinternals.com\tools\.

Screenshots unter Vista: Nutzen Sie das praktische Snipping Tool

Sonntag, den 4. Mai 2008

Wenn Sie auf Ihrem Vista-Client Fehlermeldungen oder Einstellungen dokumentieren wollen, nutzen Sie hierfür am besten das integrierte Snipping Tool. Sie finden es im Startmenü unter “Start” -> “Alle Programme” -> “Zubehör” -> “Snipping Tool”.

Falls es auf Ihrem System noch nicht installiert ist, fügen Sie es über “Systemsteuerung” -> “Programme und Funktionen” ->  “Windows-Funktionen ein- oder ausschalten” hinzu, indem Sie “Optionale Tablet PC-Komponenten” aktivieren.

Beim Programmstart graut sich Ihr gesamte Bildschirm aus. Über den Pfeil neben dem “Neu”-Button wählen Sie aus, ob Sie den Auswahlbereich mit einem Rechteck, frei Hand oder direkt ein komplettes Fenster markieren wollen.

Unter “Extras” finden Sie nach dem Erstellen eines Screenshots Stiftwerkzeuge und einen Textmarker, mit denen Sie Markierungen im Screenshot vornehmen.

Snipping Tool

Das Tool speichert Ihre Screenshots auf Wunsch in den Formaten PNG, GIF, JPEG oder HTML.

Leider steht das Programm beim Windows Server 2008 nicht zur Verfügung. 

Service Pack Blocker Tool: So verhindern Sie die automatische Installation von Service Packs

Donnerstag, den 1. Mai 2008

Microsoft hat die Veröffentlichung des Service Pack 3 für Windows XP buchstäblich in letzter Minute verschoben. Schuld ist eine noch nicht beseitigte Inkompatibilität zu einem Produkt, das aus dem eigenen Haus stammt: Microsoft Dynamics RMS.

Welche Inkompatibilitäten das Service Pack noch mit sich bringt, wird sich aber erst beim Einsatz in der “freien Wildbahn” vollständig zeigen.

Sicherlich werden Sie das Service Pack daher in Ihrem Unternehmen erst einsetzen, wenn es auch in der Praxis erprobt ist und Sie es ausführlich in Ihrer Testumgebung auf die Kompatibilität mit den von Ihnen genutzten Programmen getestet haben.

Damit auch kleine Unternehmen, die keine zentrale Updateverwaltung einsetzen, wie z.B. WSUS (Windows Server Update Services),  die Installation des Servicepacks heraus zögern können, stellt Microsoft das Service Pack Blocker Tool bereit.

Mit diesem Tool verhindern Sie übrigens nicht nur die Installation des SP3 unter XP. Es wird ein allgemeiner Registrierungsschlüssel (HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate\DoNotAllowSP) aktiviert, der die Installation von Service Packs solange verhindert, bis er wieder deaktiviert wird (gelöscht oder Wert=0).

Nach dem Entpacken der heruntergeladenen Datei haben Sie die Wahl zwischen drei Vorgehensweisen:

  1. Sie verwenden lokal auf jedem Computer die SPBlockingTool.exe mit dem Schalter /B (mit /U heben Sie die Sperre später wieder auf).
  2. Mit der Datei SPreg.bat führen Sie das Gleiche remote für alle Maschinen durch.
  3. Sie nutzen die administrative Vorlage NoSPupdate.adm.

In Windows-Netzwerken sind die Gruppenrichtlinien selbstverständlich die beste Wahl.

Sie importieren die Vorlage in die administrativen Vorlagen eines GPO (Gruppenrichtlinienobjekts), indem Sie die Datei NoSPupdate.adm in den Ordner “inf” in dem Windows-Verzeichnis Ihres Domänencontrollers kopieren und sie dann im GPO-Editor über einen Rechtsklick auf  “Administrative Vorlagen” und die Auswahl von “Vorlagen hinzufügen/entfernen” -> “Hinzufügen…” einlesen.

Die neue Richtlinie konfigurieren Sie nun unter “Computerkonfiguration” -> “Windows Components” -> “Windows Updates” -> “Do not allow delivery of the service Pack through Windows Update or Automatic Updates”.

Dass die Gruppenrichtlinie unter dem englischsprachigen Pfad angelegt wird, stört ihre Funktion übrigens in keinster Weise. ;-)

Gruppenrichtlinien für Vista und Windows Server 2008: Hier finden Sie alle Richtlinien mit Beschreibung

Mittwoch, den 23. April 2008

Selbstverständlich setzen Sie in Ihrem Windows-Netzwerk Gruppenrichtlinien für unzählige Einstellungen an Clients und Servern ein, denn die zentrale Konfiguration im Netzwerk ist schließlich eine der großen Stärken von Microsofts Betriebssystemen.

Problematisch ist nur das Finden derjenigen Richtlinie, die Ihre gewünschten Einstellungen vornimmt. Besonders wenn es sich nicht um eine Standardanforderung handelt, kann die Suche nach den passenden Konfigurationen hier schon mal länger dauern.

Wenn Sie Windows Vista oder den Windows Server 2008 mittlerweile in Ihrem Unternehmen einsetzen, wollen Sie natürlich auch direkt von den neuen Gruppenrichtlinien Gebrauch machen. Microsoft bietet Ihnen hierfür eine Excel-Datei, die alle Gruppenrichtlinien für Windows Vista und Windows Server 2008 inklusive Beschreibung und wichtigen Informationen enthält. So ist beispielsweise für die administrativen Vorlagen aufgeführt, welche Registrierungsschlüssel verwendet werden.

Hierdurch haben Sie eine gute Übersicht der vorhandenen Gruppenrichtlinien für Windows Server 2008 und Windows Vista, die Sie über Filter und die Suche schnell zu einer Lösung für Ihre Anforderungen bringt :-)

Microsoft-Updates als ISO-Image: Mit diesem Download haben Sie die neuesten Updates für Ihre Windows-Betriebssysteme auf einer DVD

Samstag, den 12. April 2008

Nicht immer haben Sie die Möglichkeit, bei der Verteilung von Windows-Updates eine zentrale Softwarelösung, z.B. den kostenlosen WSUS-Server, einzusetzen.

Aus diesem Grund bietet Microsoft Ihnen jeden Monat die neuesten Updates als ISO-Image zum Download an. Sie haben so die Updates des aktuellen Monats in zahlreichen Sprachversionen für Ihre Microsoft-Betriebssysteme zur Verfügung.

So enthält das aktuelle Image für den Monat April  mit seinen über 2 GB Größe die Updates MS08-020 bis MS08-025 für alle Windows-Betriebssysteme von Windows 2000 bis zum Windows Server 2008.

Laut Microsoft ist dieser Service besonders für Administratoren gedacht, die ohne zentrales Patch-Management Updates in vielen Sprachen bereitstellen müssen.

Auch wenn Ihr Unternehmen nicht international tätig ist: Oft sind Einzelsysteme vom Netzwerk losgelöst. Durch dieses Image wird Ihnen die Aktualisierung solcher Systeme enorm vereinfacht.

Ich selber verwende diese Update-Images direkt nach der Installation von Windows-Computern. So sind die Rechner mit den neuesten Sicherheitsupdates versorgt, bevor Sie an das Internet angeschlossen werden.

Das aktuelle Image erhalten Sie jeden Monat direkt von Microsoft.

.search-ms: Mit vordefinierten Sucheinstellungen sparen Sie Konfigurationszeit bei wiederkehrender Suche

Sonntag, den 6. April 2008

Egal ob als Administrator oder Benutzer – im Alltag müssen Sie immer wieder unter bestimmten Kriterien nach Dateien auf Ihrem File-Server oder lokalen PC suchen. Dabei ist es einfach nur nervig, dass man jedesmal die Suchkriterien neu einstellen müssen.

Ich lege neben dem Suchstichwort z.B. häufig noch die relevanten Such-Orte, Dateitypen und ein Datumsintervall fest, in dem die Datei zuletzt geändert wurde.

Unter Windows Vista ist mir jetzt eine interessante Funktion aufgefallen: „Suche speichern“. Im Suchdialog können Sie damit ihre Sucheinstellungen in einer Datei speichern. Mit einem Doppelklick auf diese Datei veranlassen Sie dann die Suche.

Sucheinstellungen unter Vista speichern

Die so erzeugte Datei ist übrigens vom Typ “.search-ms“.
Es handelt sich hierbei um eine XML-Datei, die im Saved Serch File Format (SSFF) gespeichert ist. Damit können Sie beliebige Suchabfragen vorkonfigurieren. Ein Blick in die von uns erzeugte Datei sieht beispielsweise wie folgt aus:

Beispieldatei im Saved Serch File-Format

In der Abbildung sehen Sie beispielsweise, dass die Suche das Stichwort „Angebot“ im Such-Ort „d:\“ beinhaltet.
Als Administrator können Sie die Datei sogar mit Scripten dynamisch erzeugen und so vorkonfigurierte Such-Möglichkeiten an Benutzer im Netzwerk verteilen. Alle Details zur Syntax finden Sie im Microsoft Developer Network.

So lesen Sie die Produktschlüssel Ihrer Microsoft-Programme aus

Donnerstag, den 3. April 2008

Heute Morgen wollte ein Leser gerne einen Windows Server 2003 neu installieren, zu dem ihm der Lizenzschlüssel nicht mehr vorlag. Zwar ist mir das bei einem Server bisher noch nicht passiert, aber wie jeder Administrator kenne ich auch die Suche nach dem passenden Produktschlüssel.

Ob Windows XP, Windows Vista, Windows Server 2003 oder Windows Server 2008: Egal welchen Produktschlüssel Sie auslesen wollen, das Tool ProduKey hilft Ihnen.

ProduKey um MS-Produktschlüssel auszulesen

Es listet die Produktschlüssel des Betriebssystems und zusätzlich die Produktschlüssel von Office, dem Exchange Server und dem SQL Server auf, wenn diese vorhanden sind. Zudem existiert ein HTML-Export, mit dem Sie Ihre Lizenzschlüssel sichern können. Das Auslesen der Produktschlüssel erledigen Sie somit einfach per Mausklick.

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen die Lizenzschlüssel zentral zu Archivieren, damit ich diese auch bei einem Festplattencrash der Systeme noch griffbereit habe.

Nutzen Sie ProduKey über die Kommandozeile, um das Auslesen für Ihr Netzwerk zu automatisieren. Die Ergebnisse exportieren Sie einfach in HTML-, XML-, CSV- oder Textdateien.

Über “ProduKey.exe /remoteall /shtml <DATEINAME>.html” lesen Sie alle Produktschlüssel im Netzwerk aus und schreiben sie in eine HTML-Datei im aktuellen Verzeichnis. Mit “ProduKey.exe /remote <COMPUTERNAME> /shtml <DATEINAME>.html” erreichen Sie dasselbe für einen einzelnen PC. Weitere Parameter finden Sie in der beiliegenden Dokumentation.

Das Tool habe ich bereits erfolgreich unter Windows XP, Windows Vista, Windows Server 2003 R2 (mit SP2) und Windows Server 2008 (mit SP1 ;-) ) genutzt. Jedes Mal wurden die Produktschlüssel problemlos ausgelesen.



https://order.vanager.com/bestellvorgang/click.php?id=19