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Archiv der Kategorie ‘Backup und Recovery‘

Restore von NTBackup-Sicherungen auf Windows Vista und Server 2008: So bekommen Sie Ihre Daten wieder

Dienstag, den 22. April 2008

Als ich heute die E-Mail eines Lesers beantworten wollte, konnte ich zwischen den Zeilen herauslesen, wie ihm beim Schreiben der E-Mail die Schweißperlen auf der Stirn standen.

Kein Wunder, denn es ging um den Alptraum eines jeden Administrators: Ein mit NTBackup auf seinem Windows XP-Computer erstelltes Backup ließ sich nicht auf dem frisch installierten Windows Vista-System zurücksichern. 

Direkt nach dem Erscheinen von Vista und Windows Server 2008 war die Wiederherstellung von Backups, die Sie mittels NTBackup unter Windows XP oder dem Windows Server 2003 angefertigt haben, auf den neuen Produkten tatsächlich ein Problem und nur über Umwege möglich.

Mit dem Windows NT Backup-Wiederherstellungsprogramm (Ntbackup-RestoreUtility), das Sie bei Microsoft im Downloadbereich finden, steht Ihnen allerdings hierfür mittlerweile ein offizielles Programm von Microsoft zur Verfügung.

Wie auf der Downloadseite beschrieben, müssen Sie die Wechselmedienverwaltung für die Nutzung des Programms installieren.

Unter Windows Vista erledigen Sie dies, indem Sie unter “Start” -> “Systemsteuerung” -> “Programme” -> “Windows-Funktion ein- oder ausschalten” die “Wechselmedienverwaltung” aktivieren. Auf dem Server 2008 fügen Sie die Wechselmedienverwaltung über den Server-Manager als Feature hinzu.

Installieren Sie anschließend das Programm mit der heruntergeladenen .msi-Datei.

Die Installation fügt im Startmenü den Eintrag “Windows NT Backup - Wiederherstellungsprogramm” hinzu, aus dem Sie das “Ntbackup-RestoreUtility” starten. Ihr Backup stellen Sie nun mit dem Assistenten wieder her.

NTBackup Wiederherstellung für Vista und Server 2008

Unser Leser hat übrigens mittlerweile seine Daten auch schon lange wieder :-)

E-Mails aus Scripten nutzen: So versenden Sie mit SendEMail Ihren Backupbericht automatisch

Donnerstag, den 17. April 2008

Als Administrator müssen Sie immer über den Zustand Ihrer Systeme informiert sein. Wenn Sie Wartungsaufgaben oder Backups mit Scripten automatisieren, bekommen Sie oft keine direkte Rückmeldung bei Fehlern.

Eine Lösung hierfür ist das Versenden von E-Mails direkt aus Ihrem Script. Hierfür eignet sich das Programm SendEMail.exe, das Sie mit Parametern aus Ihrem Script aufrufen. So versenden Ihre Scripte zukünftig automatisch Statusmeldungen.

Senden Sie sich z.B. jeden Abend Ihren Backupbericht nach dem Durchlauf des Backup-Scripts oder durch eine geplante Task zu.

Beachten Sie allerdings diese Besonderheit: Ein Leser, der SendEMail in seinem Script einsetzen wollte, bekam als Rückmeldung beim Versand über seine GMX- und 1&1-Adresse ständig einen Authentifizierungsfehler. Wir konnten feststellen, dass dieser bei der derzeit aktuellen Version 1.55 auftritt, bei der Version 1.52 jedoch nicht.

Die Vorherige Version steht auf der Herstellerseite ebenfalls zum Download bereit (sendEmail-v152.zip). Nutzen Sie diese, wenn Sie einen Authentifizierungsfehler erhalten, obwohl Benutzername und Passwort korrekt sind.

SendEMail

Abschließend noch die verwendete Syntax von SendEMail: c:\sendemail.exe -f <SENDER> -t <EMPFÄNGER> -u <BETREFF> -m <TEXT> -s <SMTP-SERVER> -xu <BENUTZERNAME> -xp <PASSWORT> -a <ANHANG>

Durch die Eingabe von sendemail.exe –help bekommen Sie alle Parameter angezeigt, unter anderem auch die zur Festlegung des Nachrichtenformats und zur Verwendung von TLS (Transport Layer Security).

Viel Erfolg beim Einsatz :-)

Kostenlose Dateisynchronisation mit SyncToy

Samstag, den 5. April 2008

Am Freitagnachmittag bat mich ein Leser um Hilfe bei der Erstellung eines Scripts, mit dem Script er Verzeichnisse in seinem Netzwerk per Doppelklick synchronisieren wollte.

Ich habe ihm vorgeschlagen, statt einem eigenen Script doch das kostenlos erhältliche Programm SyncToy zu verwenden. Heute Abend habe ich ein sehr positives Feedback erhalten, alles läuft zur besten Zufriedenheit.

SyncToy setze ich selber z.B. dann ein, wenn die Daten nicht über eine Freigabe zur Verfügung gestellt werden, die Verwendung von Offlinedateien nicht gewünscht wird oder der Datenabgleich nur in eine Richtung erfolgen soll.

Installation und Einrichtung der Synchronisation sind schnell erledigt :-)

Nachdem Sie SyncToy installiert haben, legen Sie ein neues „Folder Pair“ an („Create new folder pair“). Dann wählen Sie die beiden Verzeichnisse aus, die Sie miteinander synchronisieren möchten. Schließlich legen Sie noch die Synchronisationsart fest.

Hier können Sie aus fünf verschiedenen Möglichkeiten wählen. So ist es z.B. möglich, neue Dateien nur in eine Richtung zu kopieren oder das Löschen von Dateien bei der Synchronisierung zu ignorieren.

Wenn Sie z. B. Ihre Datenbestände auf Notebook und PC abgleichen möchten, wählen Sie die Methode „Synchronize“.

SyncToy

Sobald Sie ein Profil eingerichtet haben, klicken Sie auf „Preview“, um in einem Testlauf zu sehen, welche Dateien und Verzeichnisse kopiert oder gelöscht werden. Wirksam wird die Synchronisation erst, wenn Sie diese mit „Run“ starten.

Gelöschte AD-Objekte einfach wiederherstellen?

Dienstag, den 15. Januar 2008

Im Active Directory werden gelöschte Daten noch eine Zeit lang versteckt gespeichert. Dies wollte ein Leser nun dazu ausnutzen, die Objekte direkt wieder herzustellen, anstatt das Sicherungsband bemühen zu müssen.

Auf einem Windows Server 2003 werden AD-Objekte tatsächlich 60 Tage in einem speziellen „Deleted Objects-Comtainer” gespeichert. Wurde der Server direkt mit Service Pack 1 installiert, beträgt die so genannte „Tombstone-Lebensdauer” sogar 180 Tage. Dies gilt nicht bei einer nachträglichen Installation des Service Packs.

Zum Wiederherstellen kann zum Beispiel das frei erhaltliche Tool AdRestore genutzt werden. Es listet die gelöschten Objekte auf, die das Mindestalter noch nicht erreicht haben. Mit dem Parameter „-r” können sie dann gezielt wiederhergestellt werden.

ADRestore - Wiederherstellung von AD-Objekten

Allerdings gehen die meisten Attribute der Objekte bei dem Löschvorgang unwiederruflich verloren. Bei wiederhergestellten Benutzern fehlen zum Beispiel Adressinformationen, Name, Gruppenmitgliedschaften und die meisten anderen Attribute. Komplett wiederherstellen lässt sich ein Objekt also nur über eine autoritative Wiederherstellung der Sicherung. Sonst wäre das Ganze ja auch zu einfach ;-)



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