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Monatsarchiv für Juni 2008

Verwirrung um Remote-Zugriff: Unterscheiden Sie die Funktionalität von “mstsc /console” und “mstsc /admin”

Freitag, den 27. Juni 2008

Bereits im letzten Beitrag habe ich die Frage vieler Leser aufgegriffen, wie sie auch nach der Installation des aktuellen Remote Desktop Clients (z.B. mit Service Pack 3 für Windows XP) eine Konsolensitzung per Remote Desktop Protokoll (RDP) zu ihrem Windows Server 2003 aufbauen können. Microsoft hat den Schalter hierfür in der Version 6.1 des Remote Desktop Clients von “/console” schlichtweg in “/admin” umbenannt. Dabei wurden dem Schalter allerdings neue Funktionen für den Windows Server 2008 hinzugefügt, die gar nicht mit der Konsolensitzung zusammenhängen.

Im Windows-Admin-Blog 4sysops sehen Sie, dass das Verwirrspiel um mstsc /console und mstsc /admin weit über die Namensänderung hinaus geht. Denn während der Schalter “/admin” nun auf Ihrem Windows Server 2003 eine Konsolensitzung öffnet, ist das Verhalten bei einer Verbindung zu einem Windows Server 2008 gänzlich anders. Hier ist es Ihnen nicht mehr möglich, sich mit der sogenannten 0-Sitzung (der Konsolensitzung) des Servers zu verbinden.

Im Windows Server 2003 war dies noch als zusätzliche dritte Sitzung möglich, neben den beiden normalen Sitzungen (mit den zwei enthaltenen Zugriffslizenzen). Beim Server 2008 ist dies nicht mehr der Fall, wodurch Sie nur noch die zwei enthaltenen Zugriffslizenzen nutzen können. Eine Ausnahme hat Microsoft als Überbleibsel des “/console”-Schalters jedoch belassen: Haben Sie für Ihren Windows Server 2008 die Rolle “Terminaldienste” aktiviert, verschlingt Ihre Sitzung, die Sie mit dem Schalter “/admin” öffnen, keine Zugriffslizenz.

Der Schalter “/admin” deaktiviert beim Zugriff auf Ihren Windows Server 2008 nun lediglich Funktionen, die bei administrativen Arbeiten nicht benötigt werden. Hierunter fällt beispielsweise das neue EasyPrint, das die Druckernutzung bei der Arbeit in Terminal Server-Sitzungen für Ihre Mitarbeiter erheblich vereinfacht. 

Eine detaillierte Beschreibung zu der Änderung im RDP erhalten Sie auch direkt bei Microsoft. Warum Microsoft den Schalter “/admin” bei Verbindungen zum Windows Server 2003 für die Konsolensitzung missbraucht und nicht den Schalter “/console” hierfür belassen hat, bleibt aber auch in Microsofts Beschreibung ungeklärt.

Neuer Schalter im Remote Desktop Client: So öffnen Sie ab sofort die Konsolensitzung

Mittwoch, den 18. Juni 2008

Nach der Installation des aktuellen Remote Desktop Clients klagen unsere Leser häufig darüber, dass sie nicht mehr die Möglichkeit haben, über den Schalter “/console” die Konsolensitzung eines Rechners zu öffnen.

In den bisherigen Versionen des Remote Desktop Clients diente der Schalter “/console” dazu, sich mit der Konsolensitzung des entfernten Rechners zu verbinden, anstatt eine weitere Sitzung zu öffnen.

Die allgemeine Verwirrung ist kein Wunder, denn Microsoft hat einfach den Namen des Parameters geändert, jedoch die Hilfedateien nicht entsprechend aktualisiert. Über die Taste [F1] suchen Sie vergeblich nach Hilfe. Die veralteten Informationen nennen Ihnen weiterhin den Schalter “/console” für das Öffnen einer Konsolensitzung.

Hilfe des Terminal Services-Clients mit /console anstatt /admin

Microsoft hat den Schalter „/console“ bei der neuen Version des Remote Desktop Clients umbenannt. Sie müssen nun den Parameter „/admin“ nutzen. Der neue Client (aktuelle Version ist 6.1) ist in Windows Vista und ins Service Pack 3 von Windows XP integriert. Sie können Ihn aber ebenso separat über Microsofts Download-Portal herunterladen.

Übrigens: Mit “Start” -> “Ausführen” -> “mstsc /?” bekommen Sie die möglichen Parameter angezeigt. Diese Auflistung kommt direkt aus dem Programm und ist unabhängig von den Informationen in der Hilfe. Hier finden Sie auch den richtigen Schalter für die Konsolensitzung.

 mstsc-Hilfe

Falsche Verknüpfungen verhindern: So schalten Sie die automatische Zielsuche für Verknüpfungen unter Windows ab

Freitag, den 13. Juni 2008

Gestern hat ein Leser mir über ein seltsames Phänomen berichtet: In seinem Unternehmen zeigen manchmal auf einigen Clientrechnern Verknüpfungen plötzlich aus ungeklärten Gründen auf eine andere Version der Datei auf einem Server liegenden Zieldatei der Verknüpfung. Die Benutzer hatten das Ziel der Verknüpfung jedoch angeblich nicht manuell geändert.

Das Problem lag hierbei darin, dass Windows automatisch versucht, das Ziel zu einer Verknüpfung zu finden, wenn die Datei nicht zur Verfügung steht. Hier gilt wirklich der altbekannte Spruch: “It’s not a bug, it’s a feature”. Das Verhalten ist vollkommen beabsichtigt. Die Verknüpfungen sollen damit automatisch repariert werden, wenn die Zieldatei verschoben wurde.

Bedacht ist bei dieser Funktion jedoch nicht, dass auch vollkommen identische Dateien nicht unbedingt die gleiche Bedeutung haben müssen. Als ich selber vor knapp über einem Jahr mit Problem konfrontiert war, öffnte sich auf einigen Clients in einem Unternehmen eines Tages die Testumgebung des ERP-Systems (Enterprise Resource Planning) anstelle des Produktivsystems. Die Datei zum Starten der Testumgebung war in diesem Fall 1 zu 1 identisch mit der Startdatei für das Produktivsystem. Allerdings teilte dem Programm eine Konfigurationsdatei im Installationsverzeichnis die Datenquelle (entweder Test- oder Produktivdatenbank) mit. 

Das Problem tritt entweder auf, wenn die Zieldatei einer Verknüpfung kurzzeitig nicht erreichbar ist (z.B. bei einer Netzwerkunterbrechung, wenn die Zieldatei auf einem Server liegt), oder wenn die Zieldatei der Verknüpfung verschoben oder gelöscht wurde.

Selbstverständlich können Sie die automatische Suche nach dem Verknüpfungsziel unter Windows deaktivieren. Hierzu nutzen Sie in der Registrierung den Schlüssel “HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\ CurrentVersion\Policies\Explorer\”, unter dem Sie einen DWORD-Wert namens “NoResolveSearch” erstellen. Geben Sie diesem anschließend den Wert “1″.

Der große Haken daran: Die Einstellung muss für jeden Benutzer auf jedem Rechner vorgenommen werden, auf dem er arbeitet. Sie sollten den Eintrag also entweder durch ein Script oder mit einer selbsterstellten administrativen Vorlage über die Gruppenrichtlinien setzen.

Gratis eBook von Microsoft: Frischen Sie Ihr Wissen über TCP/IP in Windows Netzwerken auf

Samstag, den 7. Juni 2008

Als Netzwerkadministrator haben Sie sicher umfangreiches Wissen im Bereich der Netzwerkprotokolle. Mit den TCP/IP Fundamentals for Microsoft Windows stellt Microsoft Ihnen ein 559 Seiten starkes eBook als PDF zur Verfügung, mit dem Sie Ihr Wissen auffrischen und erweitern können.

Neben den allgemeinen Grundlagen erhalten Sie anhand der Beispiele einen Einblick darin, wie Windows sich im Ihrem Netzwerk verhält. Beispielsweise sehen Sie, wie Verbindungen zwischen den Computern aufgebaut werden oder wie genau Windows für das Auflösen von Computernamen zu IP-Adressen vorgeht.

Auch für angehende Netzwerkadministratoren ist dieses Dokument extrem hilfreich, denn ohne die fundamentalen Grundkenntnisse im Netzwerkbereich werden Sie immer wieder auf Probleme in Ihrem Netzwerk treffen, die Sie nicht nachvollziehen und somit auch nicht lösen können.

Große Featureübersicht: Laden Sie sich die Poster zum Windows Server 2008 herunter

Freitag, den 6. Juni 2008

Die extrem übersichtlichen Poster mit den Komponenten des Windows Server 2008, die in den USA bereits im Technet Magazin enthalten waren, stellt Microsoft als PDF-Dateien online zum Download bereit.

Die beiden Poster, eins speziell zu den Active Directory-Komponenten und eins zu den wichtigsten neuen Features im Windows Server 2008, schmücken mittlerweile auch in unserer Redaktion die Wand. :-)

Poster Windows Server 2008

Falls Sie keinen Plotter für den Ausdruck in Übergröße zur Hand haben, unterteilen Sie das Poster einfach und drucken Sie je Feature eine DIN A4- oder DIN A3-Seite. So haben wir zumindest bei uns die Poster schnell und übersichtlich an die Wand bekommen ;-)

Virtueller Windows Server 2008 auf Deutsch: Profitieren Sie von Windows Server 2008 und SQL Server 2005

Donnerstag, den 5. Juni 2008

Nachdem ich bisher nur englischsprachige virtuelle Testumgebungen vorstellen konnte, die Microsoft als VHD-Dateien bereits vorkonfiguriert ausliefert, habe ich nun endlich auch eine Version auf Deutsch entdeckt.

Diese virtuelle Maschine enthält neben dem fertig eingerichteten Windows Server 2008 Enterprise Edition einen  SQL Server 2005. Zudem sind die Komponenten des Visual Studio 2005 vorhanden, die Sie in Kombination mit dem SQL Server 2005 nutzen könne, z.B. die Analysis Services und die Integration Services.

Obwohl die Maschine ursprünglich für Entwickler ausgelegt ist, bietet Sie Ihnen als Administrator die Möglichkeit, einen vorinstallierten Windows Server 2008 auf Deutsch zu nutzen.  :-)

Planen Sie auf Ihrem Rechner genug Platz für die virtuelle Testumgebung ein. Die knapp über 3,5 GB gepackten Download-Daten der virtuellen Maschine wachsen nach dem Entpacken nämlich auf ca. 10 GB an.

Übrigens: Das Passwort ist auf “pass2word1″ voreingestellt. ;-)

Virtuelle Windows Server 2008 für Ihre Testumgebung: Microsoft veröffentlicht fertig installierte Systeme

Mittwoch, den 4. Juni 2008

Microsoft bietet Ihnen zum Evaluieren von Windows Server 2008 oder als fertigen Testserver für Ihr Netzwerk nun den Windows Server 2008 als vorinstalliertes System zum Download an.

Die virtuellen Maschinen stehen Ihnen hierbei sowohl für den Virtual Server 2005 als auch für die neue Virtualisierungstechnologie Hyper-V zur Verfügung.

Leider kam die Veröffentlichung für unsere Redaktion ein paar Wochen zu spät. Für unsere Sonderausgabe zum  Windows Server 2008, die Sie zusammen mit der Juni-Ausgabe von “Windows Server praxisnah einrichten und administrieren” erhalten,  haben wir unzählige Windows Server 2008 in allen Varianten aufgesetzt oder von 2003 Servern migriert. Zusätzlich haben wir natürlich die Erfahrungen aus unseren bisherigen Praxisprojekten einfließen lassen und bieten Ihnen somit jede Menge Know-How zum Windows Server 2008. Ich freue mich natürlich auch auf Ihr Feedback zu der Ausgabe :-)

Die virtuellen Systeme stehen übrigens sowohl als normale Enterprise Edition als auch in der Server Core-Installation zur Verfügung. Besonders die neue Server Core-Variante vom Windows Server 2008 testen Sie somit ohne viel Aufwand. :-)

Server Core

Sie können die Virtual Server 2005-Images auch mit Virtual PC 2007 (am besten mit installiertem SP1) nutzen.

Wie bei den meisten vorinstallierten virtuellen Umgebungen von Microsoft, ist das Angebot nur vollständig auf Englisch erhältlich.

Das Wichtigste zum Schluss: Als Passwort verwendet Microsoft hier wieder sein beliebtes Standardpasswort “pass@word1″ für den Administrator Account. Beachten Sie hierbei, dass das englische Tastaturlayout eingestellt ist und Sie somit das ’@'-Zeichen über die Tastenkombination [SHIFT] + [2] erzeugen.

Sysinternals Live: Nutzen Sie die bewährten Tools direkt über das Internet

Dienstag, den 3. Juni 2008

Sicherlich kennen Sie bereits einige der zahlreichen Tools von Sysinternals, das mittlerweile zu Microsoft gehört. Aber kennen Sie auch Sysinternals Live? Das neue Projekt, das sich noch in der Beta-Phase befindet, ist unter http://live.sysinternals.com/ für Sie erreichbar.

Was zunächst nur wie eine chaotische Auflistung der Tools von Sysinternals wirkt, ist für Sie als Administrator auf den zweiten Blick eine absolut nützliche Arbeitshilfe. Da die Tools keine Installation benötigen, können Sie auf jedem beliebigen PC mit Internetanbindung sofort die aktuelle Version der Programme verwenden.

Noch hilfreicher als der Zugriff über den Browser erweist sich die Möglichkeit, dass Sie sich unter “Start” -> “Ausführen” per \\live.sysinternals.com\tools\ das Verzeichnis anzeigen lassen und z.B. per \\live.sysinternals.com\tools\procexp.exe direkt den Process Explorer starten können. Beim ersten Aufruf müssen Sie sich hier aber leider ein Wenig gedulden.

In der Eingabeaufforderung ist es Ihnen zudem möglich, das Verzeichnis mit den Tools von Sysinternals zu mappe, z.B. als Laufwerk “S:”: net use S: \\live.sysinternals.com\tools\.

SBS 2008 und EBS 2008 als Release Candidate: Testen Sie Microsofts neue Serverpakete

Montag, den 2. Juni 2008

Die enthaltene Software und die Zielgruppe der Serverpakete Small Business Server 2008 und Essential Business Server 2008 habe ich Ihnen bereits vorgestellt.

Der Small Business Server 2008 ist auf Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern ausgerichtet (entgültige Grenze sind 75 Clientzugriffslizenzen) und bringt in der Premium-Version eine weitere Serverlizenz mit. Der neue Essential Business Server 2008 ist hingegen für Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern (maximal 300 Zugriffslizenzen) ausgelegt. In der Standard-Variante ist der EBS 2008 bereits auf drei Server aufgeteilt. Bei dem Essential Business Server 2008 Premium kommt, genau wie beim SBS 2008 Premium, noch ein Datenbank-Server hinzu (Windows Server 2008 Standard + SQL Server 2008).

Nachdem Microsoft die Preise für beide Pakete veröffentlicht hat, stehen sie nun endlich als Release Candidate 0 (RC 0) zum Download für Sie bereit.

Sowohl den SBS 2008 RC 0 als auch den EBS 2008 RC 0 können Sie kostenlos herunterladen und testen.

Achten Sie vor dem Test allerdings darauf, dass Sie ausreichende Hardware zur Verfügung haben. Auch wenn Sie die Server auf virtuellen Maschinen installieren laufen beim Test des EBS 2008 mindestens drei Server gleichzeitig.



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