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Monatsarchiv für Mai 2008

Windows Server 2008 Upgrade-Pfade: Diese Aktualisierungswege stehen Ihnen zur Auswahl

Freitag, den 23. Mai 2008

In den letzten Wochen erreichen unsere Redaktion immer wieder Anfragen von Lesern, die eine Micration planen, welche Upgrade-Möglichkeiten auf einen Windows Server 2008 bestehen. In diesem Beitrag finden Sie eine Übersicht darüber, welche Aktualisierungen möglich sind.

Bevor Sie ein Upgrade durchführen, prüfen Sie die Hardware-Voraussetzungen und die Software-Kompatibilität. So müssen beispielsweise laut Microsoft für ein Upgrade mindestens 8 GB freier Festplattenspeicher auf dem Bootlaufwerk zur Verfügung stehen. Wir empfehlen jedoch mindestens 20 GB freien Festplattenspeicher, damit Ihr Server zukünftig performant und fehlerfrei arbeitet.

Für die Prüfung Ihrer Hard- und Software  nutzen Sie beispielsweise den Windows Server Catalog von Microsoft.

Prinzipiell gelten die folgenden Einschränkungen:

  1. Sie können für keinen bestehenden Windows Server ein Upgrade zum Windows Server 2008 Server Core durchführen.
  2. Cross-Plattform-Upgrades von der 32 Bit-Version auf die 64 Bit-Version oder umgekehrt sind nicht möglich.

Wenn Sie einen vorhandenen Windows Server 2003 besitzen, gelten die im Folgenden genannten Aktualisierungspfade für die Migration auf Windows Server 2008. Diese sind unabhängig davon, ob Sie die R2-Technologien auf Ihrem Server installiert haben:

  1. Windows Server 2003 Standard Edition -> Windows Server 2008 Standard Edition oder Windows Server 2008 Enterprise Edition
  2. Windows Server 2003 Enterprise Edition -> Windows Server 2008 Enterprise Edition
  3. Windows Server 2003 Datacenter Edition -> Windows Server 2008 Datacenter Edition

Für die Aktualisierung benötigen Sie das Service Pack 1 (SP1) oder SP2 auf Ihrem Windows Server 2003.

Laut Microsoft ist es ebenfalls möglich, von den Vorabversionen Realease Candidate 0 (RC0) und RC1 eine Aktualisierung auf die jeweils gleiche Windows Server 2008-Version durchzuführen. Einzige Ausnahme bildet die Windows Server 2008 RC0 und 1 Standard Edition, bei der Sie auch hier wieder entweder ein Update auf die Standard- oder auf die Enterprise-Variante durchführen können.

Windows Server 2008 und Windows Vista virtuell: Installieren Sie SP1 für Virtual PC 2007

Donnerstag, den 22. Mai 2008

Microsoft hat das Service Pack 1 für die kostenlose Virtualisierungsumgebung Virtual PC 2007 veröffentlicht.

Durch SP1 werden die folgenden Betriebssysteme als Gastssysteme nun offiziell unterstützt:

  • Windows XP Professional mit SP3
  • Windows Vista SP1 (Ultimate, Business und Enterprise Edition)
  • Windows Server 2008 Standard

Zusätzlich können Sie hiermit ab sofort Windows XP SP3 und Windows Vista als Host-Betriebssystem nutzen.

Zwar war es bereits vorher möglich, die Betriebssysteme in der virtuellen Maschine zu betreiben, unter Service Pack 1 sind sie nun jedoch offiziell getestet und die virtuelle Umgebung ist für den Betrieb der aktuellen Betriebssysteme optimiert worden.

Fahren Sie Ihre virtuellen Maschinen vor der Installation des Service Packs vollständig herunter. Nutzen Sie nicht die Option, den Zusand der Maschine zu speichern. Es ist möglich, dass sich der gespeicherte Zustand Ihrer virtuellen Systeme nach der Installation nicht wiederherstellen lässt. Daten auf ihnen, die Sie nicht abgespeichert haben, gehen in diesem Fall verloren. Die virtuellen Maschinen fahren dann neu hoch, ohne den gespeicherten Zustand zu laden.

Microsoft gibt erste Preise für SBS 2008 und EBS 2008 bekannt

Dienstag, den 20. Mai 2008

Microsoft hat nun erste Preisvorstellungen für die Small Business Server 2008 und die Essential Business Server 2008 bekanntgegeben.

Die Preisgestaltung sieht demnach wie folgt aus (jeweils inkl. 5 Client-Zugriffslizenzen):

  • Windows Small Business Server 2008 Standard: $1.089
  • Windows Small Business Server 2008 Premium: $1.899
  • Windows Essential Business Server 2008 Standard: $5.472
  • Windows Essential Business Server 2008 Premium: $7.163

 Jeweils eine weitere Client-Zugriffslizenz (CAL) kostet voraussichtlich:

  • SBS 2008 Standard: $77
  • SBS 2008 Premium: $189
  • EBS 2008 Standard: $81
  • EBS 2008 Premium: $195

Sie können hier erstmals die CALs (Client Access Licenses) auch einzeln nachkaufen, wodurch Sie die brachliegenden Lizenzen der bisher verwendeten 5-CAL-Pakete vermeiden.

Der SBS 2008 wird also, genau wie der SBS 2003, ein günstiges Komplettpaket für kleine und mittelständische Unternehmen bieten. Neu sind allerdings die beiden Essential Business Server, die nun auch bis zu 300 CALs unterstützen

Die enthaltene Software beinhaltet zahlreiche Serverversionen. Die Beschränkungen sind von Microsoft so gewählt, dass Sie bei den Premium-Versionen jeweils einen zusätzlichen Server zur Verfügung haben, damit Sie die Funktionalitäten in Ihrem Unternehmen effektiv nutzen können.

Microsoft CRM 4.0: Nutzen Sie die neuen deutschsprachigen Testdaten

Dienstag, den 6. Mai 2008

Für alle Microsoft Dynamics CRM-Freunde habe ich eine gute Nachricht: Die Testdaten für Microsoft CRM 4.0 stehen nun auch in deutscher Sprache im Downloadportal von Microsoft zur Verfügung.

Mit diesem CRM 4.0 Testdaten-Paket füllen Sie Ihr CRM-System, sei es nun für Testzwecke oder für Schulungen. Hierdurch haben Sie in allen Bereichen des Systems sinnvolle Daten hinterlegt. Den Unterschied zu selbst eingepflegten Testdaten werden Sie schnell merken. ;-)

Neben den Testdaten finde ich persönlich auch die fertig eingerichtete virtuelle Maschine für Virtual PC 2007 besonders nützlich. Einfacher geht es nun wirklich nicht: Nach dem Herunterladen einen Virtuellen PC anlegen, starten und CRM 4.0 läuft ohne weiteren Aufwand.

Die Liste der vorkonfigurierten Software, die auf diesem umfangreichen Testserver vorhanden ist, spricht dabei für sich selbst:

  • Microsoft SQL Server 2005
  • Microsoft Visual Studio 2005
  • Microsoft Office Communications Server + Client
  • Microsoft SharePoint Services
  • Microsoft PerformancePoint Server 2007 

Das Paket stellt die 90 Tage Testversion natürlich bei Weitem in den Schatten. Einziger Nachteil ist, dass das fertig vorkonfigurierte CRM nur auf Englisch zu haben ist. Für Tests und Entwicklungsumgebungen ist das nicht weiter tragisch, allerdings ist für Schulungen dann wohl doch die Testversion in Landessprache vorzuziehen. ;-)

Besonders interessante und aktuelle Downloads zu MS CRM finde ich übrigens auch immer wieder, wenn ich das Technet-Downloadportal für CRM besuche. :-)

Screenshots unter Vista: Nutzen Sie das praktische Snipping Tool

Sonntag, den 4. Mai 2008

Wenn Sie auf Ihrem Vista-Client Fehlermeldungen oder Einstellungen dokumentieren wollen, nutzen Sie hierfür am besten das integrierte Snipping Tool. Sie finden es im Startmenü unter “Start” -> “Alle Programme” -> “Zubehör” -> “Snipping Tool”.

Falls es auf Ihrem System noch nicht installiert ist, fügen Sie es über “Systemsteuerung” -> “Programme und Funktionen” ->  “Windows-Funktionen ein- oder ausschalten” hinzu, indem Sie “Optionale Tablet PC-Komponenten” aktivieren.

Beim Programmstart graut sich Ihr gesamte Bildschirm aus. Über den Pfeil neben dem “Neu”-Button wählen Sie aus, ob Sie den Auswahlbereich mit einem Rechteck, frei Hand oder direkt ein komplettes Fenster markieren wollen.

Unter “Extras” finden Sie nach dem Erstellen eines Screenshots Stiftwerkzeuge und einen Textmarker, mit denen Sie Markierungen im Screenshot vornehmen.

Snipping Tool

Das Tool speichert Ihre Screenshots auf Wunsch in den Formaten PNG, GIF, JPEG oder HTML.

Leider steht das Programm beim Windows Server 2008 nicht zur Verfügung. 

Windows Server 2008 Troubleshooting: Nutzen Sie die neue Unterstützung in Microsofts Technet

Freitag, den 2. Mai 2008

Mit dem Windows Server 2008 haben mittlerweile zahlreiche Administratoren ihre Erfahrungen gemacht. Selbstverständlich viele positive, aber auch der neue Windows Server bringt so einige Tücken und Fehler mit sich.

Microsoft hat nun eine große Anzahl der bisher aufgetauchten Fehler und die dazugehörigen Lösungen in dem neuen Troubleshooting-Bereich seines Technet-Portals zum Windows Server 2008 integriert.

Unter dem Punkt “Problembehandlung” finden Sie die gesammelten Lösungen, eingeteilt in Kategorien, wie z.B. “Active Directory” oder “NAP Infrastructure”.

Sie klicken sich hier in der Baumstruktur bis zu dem Fehler durch, der auf Ihrem Server vorliegt. Unter der Event-ID des Fehlers finden Sie dann hoffentlich direkt die Lösung des Problems.

Ich persönlich werde den neuen Technet-Bereich sicherlich rege nutzen und hoffe, dass er von Microsoft ständig auf dem aktuellen Stand gehalten wird. :-)

Service Pack Blocker Tool: So verhindern Sie die automatische Installation von Service Packs

Donnerstag, den 1. Mai 2008

Microsoft hat die Veröffentlichung des Service Pack 3 für Windows XP buchstäblich in letzter Minute verschoben. Schuld ist eine noch nicht beseitigte Inkompatibilität zu einem Produkt, das aus dem eigenen Haus stammt: Microsoft Dynamics RMS.

Welche Inkompatibilitäten das Service Pack noch mit sich bringt, wird sich aber erst beim Einsatz in der “freien Wildbahn” vollständig zeigen.

Sicherlich werden Sie das Service Pack daher in Ihrem Unternehmen erst einsetzen, wenn es auch in der Praxis erprobt ist und Sie es ausführlich in Ihrer Testumgebung auf die Kompatibilität mit den von Ihnen genutzten Programmen getestet haben.

Damit auch kleine Unternehmen, die keine zentrale Updateverwaltung einsetzen, wie z.B. WSUS (Windows Server Update Services),  die Installation des Servicepacks heraus zögern können, stellt Microsoft das Service Pack Blocker Tool bereit.

Mit diesem Tool verhindern Sie übrigens nicht nur die Installation des SP3 unter XP. Es wird ein allgemeiner Registrierungsschlüssel (HKLM\Software\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate\DoNotAllowSP) aktiviert, der die Installation von Service Packs solange verhindert, bis er wieder deaktiviert wird (gelöscht oder Wert=0).

Nach dem Entpacken der heruntergeladenen Datei haben Sie die Wahl zwischen drei Vorgehensweisen:

  1. Sie verwenden lokal auf jedem Computer die SPBlockingTool.exe mit dem Schalter /B (mit /U heben Sie die Sperre später wieder auf).
  2. Mit der Datei SPreg.bat führen Sie das Gleiche remote für alle Maschinen durch.
  3. Sie nutzen die administrative Vorlage NoSPupdate.adm.

In Windows-Netzwerken sind die Gruppenrichtlinien selbstverständlich die beste Wahl.

Sie importieren die Vorlage in die administrativen Vorlagen eines GPO (Gruppenrichtlinienobjekts), indem Sie die Datei NoSPupdate.adm in den Ordner “inf” in dem Windows-Verzeichnis Ihres Domänencontrollers kopieren und sie dann im GPO-Editor über einen Rechtsklick auf  “Administrative Vorlagen” und die Auswahl von “Vorlagen hinzufügen/entfernen” -> “Hinzufügen…” einlesen.

Die neue Richtlinie konfigurieren Sie nun unter “Computerkonfiguration” -> “Windows Components” -> “Windows Updates” -> “Do not allow delivery of the service Pack through Windows Update or Automatic Updates”.

Dass die Gruppenrichtlinie unter dem englischsprachigen Pfad angelegt wird, stört ihre Funktion übrigens in keinster Weise. ;-)



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