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Monatsarchiv für April 2008

Windows Server 2003-/2008-Kompatibilität: So sichern Sie Ihre Entscheidung ab

Montag, den 7. April 2008

Wollen Sie auf den neuen Windows Server 2008 wechseln? Oder einfach eine neuen Software auf Ihrem Windows Server 2003 installieren?

Ganz gleich welchen Windows Server Sie nutzen, für Ihre Produktivumgebung brauchen Sie die maximale Stabilität. Dies erreichen Sie nur mit Produkten, die für den Betrieb unter dem jeweiligen Server ausgiebig getestet sind. Denn nur wenn die Kompatibilität der Soft- und Hardware mit dem Windows Server 2003 oder 2008 überprüft und bestätigt wurde, können Sie die Komponenten auch bei hohen Stabilitätsanforderungen einsetzen.

Damit Sie nicht die Internetseiten und Dokumentationen aller Hersteller Ihrer Hard- und Software mühevoll abklappern müssen, habe ich einen Tipp für Sie: Auf der Seite http://www.windowsservercatalog.com/ führt Microsoft die Software und Hardware auf, die für Windows Server zertifiziert ist.

Soft- und Hardwarekompatibilitaet

Hier finden Sie entweder gezielt heraus, ob ein bestimmtes Produkt für Ihren Server zertifiziert ist oder Sie suchen z.B. nach allen Produkten, die bereits für den Windows Server 2008 zertifiziert sind.

Mit der Nutzung von offiziell durch Microsoft zugelassenen Produkten, die ausgiebig unter dem jeweiligen Betriebssystem getestet wurden, sichern Sie Ihre Entscheidung für ein Produkt oder eine Serverumstellung zusätzlich ab und bekommen im Ernstfall Unterstützung von dem jeweiligen Hersteller und Microsoft.

.search-ms: Mit vordefinierten Sucheinstellungen sparen Sie Konfigurationszeit bei wiederkehrender Suche

Sonntag, den 6. April 2008

Egal ob als Administrator oder Benutzer – im Alltag müssen Sie immer wieder unter bestimmten Kriterien nach Dateien auf Ihrem File-Server oder lokalen PC suchen. Dabei ist es einfach nur nervig, dass man jedesmal die Suchkriterien neu einstellen müssen.

Ich lege neben dem Suchstichwort z.B. häufig noch die relevanten Such-Orte, Dateitypen und ein Datumsintervall fest, in dem die Datei zuletzt geändert wurde.

Unter Windows Vista ist mir jetzt eine interessante Funktion aufgefallen: „Suche speichern“. Im Suchdialog können Sie damit ihre Sucheinstellungen in einer Datei speichern. Mit einem Doppelklick auf diese Datei veranlassen Sie dann die Suche.

Sucheinstellungen unter Vista speichern

Die so erzeugte Datei ist übrigens vom Typ “.search-ms“.
Es handelt sich hierbei um eine XML-Datei, die im Saved Serch File Format (SSFF) gespeichert ist. Damit können Sie beliebige Suchabfragen vorkonfigurieren. Ein Blick in die von uns erzeugte Datei sieht beispielsweise wie folgt aus:

Beispieldatei im Saved Serch File-Format

In der Abbildung sehen Sie beispielsweise, dass die Suche das Stichwort „Angebot“ im Such-Ort „d:\“ beinhaltet.
Als Administrator können Sie die Datei sogar mit Scripten dynamisch erzeugen und so vorkonfigurierte Such-Möglichkeiten an Benutzer im Netzwerk verteilen. Alle Details zur Syntax finden Sie im Microsoft Developer Network.

Kostenlose Dateisynchronisation mit SyncToy

Samstag, den 5. April 2008

Am Freitagnachmittag bat mich ein Leser um Hilfe bei der Erstellung eines Scripts, mit dem Script er Verzeichnisse in seinem Netzwerk per Doppelklick synchronisieren wollte.

Ich habe ihm vorgeschlagen, statt einem eigenen Script doch das kostenlos erhältliche Programm SyncToy zu verwenden. Heute Abend habe ich ein sehr positives Feedback erhalten, alles läuft zur besten Zufriedenheit.

SyncToy setze ich selber z.B. dann ein, wenn die Daten nicht über eine Freigabe zur Verfügung gestellt werden, die Verwendung von Offlinedateien nicht gewünscht wird oder der Datenabgleich nur in eine Richtung erfolgen soll.

Installation und Einrichtung der Synchronisation sind schnell erledigt :-)

Nachdem Sie SyncToy installiert haben, legen Sie ein neues „Folder Pair“ an („Create new folder pair“). Dann wählen Sie die beiden Verzeichnisse aus, die Sie miteinander synchronisieren möchten. Schließlich legen Sie noch die Synchronisationsart fest.

Hier können Sie aus fünf verschiedenen Möglichkeiten wählen. So ist es z.B. möglich, neue Dateien nur in eine Richtung zu kopieren oder das Löschen von Dateien bei der Synchronisierung zu ignorieren.

Wenn Sie z. B. Ihre Datenbestände auf Notebook und PC abgleichen möchten, wählen Sie die Methode „Synchronize“.

SyncToy

Sobald Sie ein Profil eingerichtet haben, klicken Sie auf „Preview“, um in einem Testlauf zu sehen, welche Dateien und Verzeichnisse kopiert oder gelöscht werden. Wirksam wird die Synchronisation erst, wenn Sie diese mit „Run“ starten.

So lesen Sie die Produktschlüssel Ihrer Microsoft-Programme aus

Donnerstag, den 3. April 2008

Heute Morgen wollte ein Leser gerne einen Windows Server 2003 neu installieren, zu dem ihm der Lizenzschlüssel nicht mehr vorlag. Zwar ist mir das bei einem Server bisher noch nicht passiert, aber wie jeder Administrator kenne ich auch die Suche nach dem passenden Produktschlüssel.

Ob Windows XP, Windows Vista, Windows Server 2003 oder Windows Server 2008: Egal welchen Produktschlüssel Sie auslesen wollen, das Tool ProduKey hilft Ihnen.

ProduKey um MS-Produktschlüssel auszulesen

Es listet die Produktschlüssel des Betriebssystems und zusätzlich die Produktschlüssel von Office, dem Exchange Server und dem SQL Server auf, wenn diese vorhanden sind. Zudem existiert ein HTML-Export, mit dem Sie Ihre Lizenzschlüssel sichern können. Das Auslesen der Produktschlüssel erledigen Sie somit einfach per Mausklick.

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen die Lizenzschlüssel zentral zu Archivieren, damit ich diese auch bei einem Festplattencrash der Systeme noch griffbereit habe.

Nutzen Sie ProduKey über die Kommandozeile, um das Auslesen für Ihr Netzwerk zu automatisieren. Die Ergebnisse exportieren Sie einfach in HTML-, XML-, CSV- oder Textdateien.

Über “ProduKey.exe /remoteall /shtml <DATEINAME>.html” lesen Sie alle Produktschlüssel im Netzwerk aus und schreiben sie in eine HTML-Datei im aktuellen Verzeichnis. Mit “ProduKey.exe /remote <COMPUTERNAME> /shtml <DATEINAME>.html” erreichen Sie dasselbe für einen einzelnen PC. Weitere Parameter finden Sie in der beiliegenden Dokumentation.

Das Tool habe ich bereits erfolgreich unter Windows XP, Windows Vista, Windows Server 2003 R2 (mit SP2) und Windows Server 2008 (mit SP1 ;-) ) genutzt. Jedes Mal wurden die Produktschlüssel problemlos ausgelesen.

Windows Server 2003 und 2008 remote verwalten: Nutzen Sie die Remote Server Administration Tools unter Windows Vista SP1

Mittwoch, den 2. April 2008

Wenn Sie unter Windows Vista das Service Pack 1 installieren, wird automatisch die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole entfernt, sofern diese vorhanden war.

Der Grund dafür liegt darin, dass sie, wie auch andere Remote-Verwaltungsprogramme, ersetzt wurde und nun zum Windows Server 2008 kompatibel ist. Ab sofort administrieren Sie also von Ihrem Windows Vista SP1-Computer mit den Remote Server Administration Tools (RSAT) von Microsoft Ihre Server über das Netzwerk.

Laden Sie sich einfach die 32 Bit- oder die 64 Bit-Version herunter. Nach der Installation sind auf Ihrem Client die zahlreichen Verwaltungsprogramme direkt nutzbar, um eine Verbindung zu Ihren Server herzustellen. Sie finden hier die Gruppenrichtlinien-Verwaltungskonsole und die anderen Verwaltungsprogramme wieder, die Sie bereits vom Windows Server 2003 kennen, zusätzlich jedoch auch einige neue Verwaltungstools für den Windows Server 2008. Unter anderem:

  • BitLocker-Tools
  • Failover Cluster-Verwaltung
  • Netzwerklastenausgleich-Verwaltung
  • SMTP-Snap-In
  • Wechselmedienverwaltung für Storage Area Networks (SANs)
  • Windows System Resource Manager Tools

Mit den RSAT konfigurieren Sie Ihren Server ohne sich über Remote Desktop oder andere Steuerungsprogramme anmelden zu müssen. Übrigens werden diese Verwaltungstools gerne dazu genutzt, an Auszubildende im IT-Bereich oder Junior-Administratoren Verwaltungsaufgaben zu delegieren, ohne ihnen die Anmeldung an den Servern erlauben zu müssen ;-)

Kostenloser Microsoft-Support bei der Installation von Vista SP1: Für mich eine große Enttäuschung

Dienstag, den 1. April 2008

Mein Support-Test bei Microsoft, mit dem ich die kostenlose Unterstützung bei Problemen in Verbindung mit der Installation von Service Pack 1 unter Windows Vista testen wollte, hat mich schwer enttäuscht.

Zwar habe ich, wie versprochen, innerhalb von 8 Arbeitsstunden eine Antwort erhalten (wenn ich davon ausgehe, dass der Microsoft-Support ab 08:30 arbeitet), jedoch handelte es sich nur um eine automatisch erzeugte E-Mail:

Sehr geehrter Herr Schwarze,

vielen Dank fuer Ihre Anfrage, die wir unter der Bearbeitungsnummer […] aufgenommen haben.

Wir werden schnellstmoeglich mit Ihnen weiteren Kontakt aufnehmen.

Mit freundlichen Gruessen

Microsoft Product Support Services

Danach kam bisher keine weitere Reaktion. Schade, wie ich finde. :-(

Falls Sie auch Erfahrungen mit dem Angebot von Microsoft gemacht haben (hoffentlich bessere), teilen Sie mir diese bitte mit. Mich würde wirklich interessieren, ob sich hinter der Aktion nur ein Marketing-Gag verbirgt, oder der Support einfach mit der großen Anzahl der Anfragen überlastet ist.

Mich wundert, dass Microsoft in der automatischen Antwort nicht auf eine Seite mit Lösungen für Standardprobleme hinweist und so wenigstens dem Kunden Unterstützung dabei gibt, sich selber mit der Problemlösung zu beschäftigen.

Eins ist klar: Bei richtigen Supportanfragen werden die Kunden nicht so geduldig sein, sondern ihrem Supportfall über die Telefon-Hotline Nachdruck verleihen.



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