Microsoft kapituliert und deaktiviert SNP: Das Scalable Network Pack bringt zu viele Probleme in die Windows-Netzwerke
Montag, den 31. März 2008Das Scalable Network Pack (SNP) sollte eigentlich die Netzwerk-Funktionalitäten von Windows Servern deutlich beschleunigen, indem die CPU durch die Netzwerkkarte entlastet wird. Ab dem Service Pack 2 für Windows Server 2003 ist diese Funktion integriert, lässt sich aber für 2003 Server mit Service Pack 1 nachrüsten.
Administratoren brachte diese Funktion fataler Weise jede Menge Arbeit, denn wie sich im Nachhinein herausstellte, war sie die Quelle zahlreicher plötzlich auftauchender Netzwerkfehler. Durch Netzwerkkarten-Treiber, die nicht auf dem neuesten Stand sind, gibt es häufig Probleme mit SNP. Die Folge sind unerklärliche Netzwerkfehler, bei denen z.B. Authentifizierungsprobleme, Verbindungsfehler beim Aufbau von Remote Desktop-Verbindungen und DHCP-Störungen auftreten. Die Quelle ist nur schwer auszumachen.
Besonders Netzwerkkarten des Herstellers Broadcom, unter anderem das Modell NetXtreme, sorgen für zahlreiche Probleme im Netzwerk, wenn die Treiber nicht auf dem neuesten Stand sind. Dies ist besonders ärgerlich, da viele Mainboards im Serverbereich mit Broadcom-Netzwerkkarten bestückt sind.
Nur durch einen Workaround konnten Administratoren bisher das SNP, wenn es erst einmal als Fehlerquelle ausgemacht war, entweder im Netzwerkkartentreiber oder in der Windows-Registrierung deaktivieren.

Als Konsequenz aus den Problemen hat Microsoft im Windows Server 2008 die SNP-Funktionalitäten bereits von Haus aus deaktiviert. Mit einem neuen Update geschieht diese Deaktivierung nun auch für den Windows Server 2003.
Mit dieser Problematik habe ich selber ärgerliche Erfahrungen gemacht und kann nur allen Administratoren von Windows 2003 Servern mit Service Pack 2 raten, dieses Update einzuspielen.










